Andrea Gerecke

„Die Weserleiche“

Wie ihr Kommissar Alexander Rosenbaum ist auch Autorin Andrea Gerecke einst von Berlin in die Provinz nach Minden gezogen. Beide haben einen vergleichbaren Lebenslauf und identische Wurzeln mit der Geburtsstadt. Insofern ist all das, was sich um den bei seinen Fans beliebten Kriminalisten rankt, sehr authentisch. Alex ist inzwischen alleinerziehender Vater von zwei Töchtern, ein sympathischer Typ, der mitten im Leben steht. Eine Figur, mit der man sich identifizieren kann, was die Autorin mit Leidenschaft betreibt. „Ich will außerdem Land und Leuten ein Denkmal setzen“, erklärt Andrea Gerecke. „Und so ein Regionalkrimi ist neben dem eigentlichen Fall für mich ein Stück weit auch ein kleiner Reiseführer, der aufmerksam auf Bekanntes und weniger Bekanntes machen will.“ Das geschieht seit 2011 inzwischen in jährlicher Regelmäßigkeit. Und die Bücher gehen nach Australien, Amerika, Österreich, Norwegen … – eben dorthin, wohin es die umtriebigen Einheimischen verschlägt, die gern etwas von ihrem alten Zuhause erfahren.

2017 nun „Die Weserleiche“, denn auch der Fluss selbst sollte einmal eine zentrale Rolle spielen. Worum geht es im Einzelnen?

 

Nein, mit einem Schatz hat das ganz und gar nichts zu tun, was der zehnjährige Konrad in seinem Forschungsdrang da am Weserufer von Minden entdeckt. Eigentlich sollte es – bei wunderbarem Sommerwetter – ein ganz normaler Badeausflug mit seiner Mama und der kleinen Schwester werden, aber dann dieser Fund. Ein ominöses Paket in blauen Plastiksäcken, fest umschnürt mit braunem Klebeband. Ehe der Junge aber sein Taschenmesser ansetzen kann, um den Inhalt freizulegen, entdeckt Ramona eine offene Ecke, aus der ein Stück Fuß herausragt. Vorbei mit dem Spiel. Die Mutter verständigt die Polizei. Was die Ermittlungen der Mordkommission unter Leitung von Hauptkommissar Alexander Rosenbaum allerdings erschwert, ist der Umstand, dass ein paar Teile der Toten fehlen. Wie soll man da jemanden identifizieren? Außerdem vermisst niemand eine junge Frau…

Während dieser 7. Fall von Kommissar Rosenbaum erschienen ist, arbeitet die Autorin schon am 8. Minden-Krimi. Sie ist übrigens gebürtige Berlinerin mit stetem Koffer in der Stadt. Studierte Diplom-Journalistin und Fachreferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Kurz vor dem Jahrtausendwechsel entdeckte sie die Liebe zum Landleben mit den dortigen kreativen Möglichkeiten und zog ins vorletzte Haus an einer Dorfstraße in NRW (Ostwestfalen). Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt als überregionale Journalistin und freie Autorin. Literarische Spezialität sind mörderische Geschichten, in denen ganz alltägliche Situationen kippen. Nach den Gutenachtgeschichten für Erwachsene „Gelegentlich tödlich“ folgten „Warum nicht Mord?!“ und „Ruhe unsanft“.

Ab 2011 die Minden-Krimis innerhalb der Weserbergland- bzw. Niemeyer-Krimi-Reihe mit Kommissar Alexander Rosenbaum: „Mörderischer Feldzug“ (2011), „Der Tote im Mittellandkanal“ (2012), „Die Mühlen des Todes“ (2013), „Tödliche Begegnung im Moor“ (2014), „Finales Foul“ (2015), „Kein letzter Akt“ (2016).

Dazu gesellen sich humoristische und satirische Texte, Prosa und Lyrik sowie im Jahr 2015 „Weihnachtsgeschichten aus dem Weserbergland“ und 2017 „Geschichten und Anekdoten aus dem Weserbergland“. Veröffentlichungen in zahlreichen Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. Sie ist Mitglied der Mörderischen Schwestern und des Syndikats sowie des Leitungsteams der Mindener Lesebühne.

 

Quelle: CW Niemeyer